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In der Bergpredigt heißt es: „An Ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen.“ Heute sind wir dem Obstbau entfremdet, und zum Erkennen einer Person wägen wir die Früchte ihrer Rede. Dieser Newsletter hat für Sie einmal abgebissen. Mit besten Grüßen aus Berlin, Hans Ruoff. Geschmackstest des Monats
In der „ich“-Perspektive ist der Schutzschild verschwunden. Jetzt ist
eindeutig klar: Christian Wulff spricht über sich selbst. Das ist ehrlicher.
Und es tut auch mehr weh. Deshalb wechseln viele von uns in die „man“-Perspektive, wenn es ans Eingemachte geht. Auch Frauen tun das. Der "man"-Falle entgehen– so kann es klappen: Versuchen Sie, sich beim Sprechen zuzuhören. Korrigieren Sie jedes „man“, Wiederholen Sie den Satz in der „ich“-Perspektive. Oder bitten Sie jemanden, es Ihnen anschließend zu sagen, wenn Sie ins „man“ fielen oder ins Passiv. Sie können sich umstellen. Und Sie werden dadurch authentischer wirken.
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die Berlinale hat es wieder bewiesen: Film ist nicht gleich Film. Einer bäckt Allgemeinplätzchen, der andere zaubert ein phantastisches Menü. Für Texte gilt das genauso. Dieser Newsletter lässt Sie aus zweierlei Töpfen kosten. Mit besten Grüßen aus Berlin, Hans Ruoff. Allgemeinplätzchen des Monats Die Backnanger Kreiszeitung verkörpert beispielhaft die speziellen Vorteile einer modernen und heimatbezogenen Tageszeitung. Sie überzeugt durch Vielfalt und Aktualität, durch Kompetenz und Seriosität. Kein Wunder, dass sie sich eine so hohen Akzeptanz erfreut. Eine Lokalzeitung feiert Jubiläum, und der Ministerpräsident schickt ein
Grußwort. Natürlich schreibt er es nicht selbst, dafür hat er seine Leute. Durch die Backnanger Kreiszeitung erfahren die Bürger, was in ihrer Stadt und in ihrer Region passiert. Was tut sich im Rathaus? Wann kommt die neue Straße? Was gibt es Neues von der SG, was von der TSG? Auf all diese Fragen finden Sie in Ihrer Regionalzeitung antworten. Natürlich hat auch der Bundespräsident dieses Grußwort nicht persönlich geschrieben. Und auch dieser Text dürfte ein Produkt von der Stange sein. Aber die oder der Verfasser(in) hat zumindest vorher kurz nachgedacht. Mehr als Allgemeinplätzchen backen: die Zutaten Denken Sie ein Grußwort immer vom Ende her:
So hat es die- oder derjenige gemacht, der dem Bundespräsidenten
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Briefe unserer Bank oder Versicherung öffnen wir meist mit Unbehagen. Zu Recht, denn oft droht Ungemach. Doch es geht auch anders, dies beweist die örtliche Bank einer norddeutschen Kleinstadt. Sehen Sie selbst. Mit besten Grüßen aus Berlin, Hans Ruoff. Wohltäterin des Monats Wie Ihnen aus aktuellen Medienberichten wahrscheinlich bekannt ist, haben einige Kreditinstitute in den letzten Jahren ihre notleidenden Kredite verkauft. In Einzelfällen sollen auch vertragsgemäß bediente Kredite darunter gewesen sein. Als regionale Bank distanzieren wir uns von diesem Vorgehen. Wir garantieren allen unseren Kunden, dass wir sie auch in Krisenzeiten begleiten und Ihr Ansprechpartner vor Ort bleiben. Unser Prinzip ist, in schwierigen Fällen gemeinsame Lösungen zu erarbeiten. Wir verkaufen unsere Kredite nicht – und bei uns zahlen Sie dafür auch keinen Zinszuschlag. Auf eine weitere angenehme Geschäftsverbindung freuen wir uns. Ihre X-Bank in Y. Dieser Brief ist Balsam auf die Seele derer, die ihre Wohnung oder
ihr Eigenheim auf Kredit gekauft haben und jetzt bangen, ob ihre
Bank den Vertrag vielleicht an irgendwelche Finanzhaie weitergibt. Mit Geschäftsbriefen Freude und Zufriedenheit
auslösen: Gute Briefe entstehen vom Ende her: Ich versetze mich in die Rolle des Empfängers. Auf der Sachebene („Verstehe ich das?“), auf der Zukunftsebene („Muss ich etwas tun?“) und auf der Gefühlsebene („Muss ich mir möglicherweise Sorgen machen?“). Fragen Sie sich einfach: Was treibt meine Kunden um? Welche Sorgen machen sie sich? Gibt es beunruhigende Medienberichte? Und dann schreiben Sie. Ihre Kunden werden es Ihnen danken. Ein Beispiel: Schreiben Sie nicht nur, wenn Sie die Preise erhöhen. „Ganz Gallien ist von den Römern besetzt. Ganz Gallien? Nein!
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Und sie bewegt sich doch. „Viele von uns wechseln in die ‚man‘-Perspektive, wenn es ans Eingemachte geht“ hatte ich jüngst hier geschrieben. Und speziell Politiker ins Visier genommen. Heute leiste ich ein wenig Abbitte. Mit besten Grüßen aus Berlin, Hans Ruoff. Ehrenretter des Monats Interviewerin: Was ist besonders ungesund im Leben eines Hut ab. Herr T. redet nicht nur, er hört sich auch zu bei dem, was Der ‚man‘-Falle entgehen– so kann es klappen: Versuchen Sie, sich beim Sprechen zuzuhören. Korrigieren Sie jedes
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